zurück2020 Australian Laser Championships/ Melbourne – Pia erreicht die Gold-Fleet

Nach dem segelfreien Starkwindtag setzte der Race-Officer 3 Rennen für den Abschluss der Qualifikationsserie an.

 

Unsere Race-Area „Stadium“ lag dabei deutlich dichter unter Land, was die taktischen Entscheidungen nicht leichter machte, denn Winddreher und Druckunterschiede mussten beachtet werden, obwohl wir durchschnittlich 12-15 Knoten Wind hatten.

 

Das erste Race verlief nicht wie gewünscht, Platz 23 setzte mich zwar noch nicht unter Druck, aber in den Rennen 2 und 3 fand ich mich zusehends besser zurecht. Die Plätze 11 und 9 im international hochrangig besetzten Starterfeld reichten dann im Zwischenergebnis zu Platz 25 (von 126 Starterinnen) und damit zum sicheren Einzug in die Gold-Fleet der besten 63 Seglerinnen.

 

Am ersten Tag der Final-Serie sollte ein weiteres Rennen vom 2. Tag nachgeholt werden, also wieder 3 Rennen angesetzt, aber als wir im Sandringham Yacht Club eintrafen herrschte totale Flaute, Startverschiebung die logische Konsequenz.

 

Etwas surreal war wieder der Rauchnebel, ausgelöst von den gigantischen Buschfeuern in den Staaten von Victoria und New South Wales auf der Bucht.

 

Erst gegen 16.00 Uhr baute sich eine Brise auf und es sollte zu einem Rennen für uns reichen. Segeln bei „Smog“-Bedingungen, vielleicht war es auch besser für die Gesundheit der Sportler*innen, dass es nur für ein Rennen reichte, so war die Zeit auf dem Wasser reduziert, vereinzelt sah man auch Seglerinnen, die mit Atemschutzmaske die Wettfahrt bestritten.

 

Das Starterfeld war heute extrem nervös, es bedurfter diverser Startversuche, teils unter Black-Flag, welche das Starterfeld nach und nach ausdünnte. 21 BFD’s in der Gold-Fleet, ich konnte mich geschickt „Verstecken“ und beendete dieses erste Finalrennen auf Platz 19.

 

Bekam man die ersten Tage in Melbourne/Australien noch nicht so viel von den Buschfeuern mit, so zeigt ein offizieller Spenden-Aufruf in der App der Australian Laser Championship, wie sich die Lage verändert und ausweitet.

 

Trotzdem vermitteln die Offiziellen und Volunteers im Yacht Club ein Gefühl der Sicherheit, indem sie alles weiterhin professional und mit großer Hilfsbereitschaft händeln.

 

Mit einer Erkältung selbst etwas angeschlagen sind die Luftbedingungen nicht gerade förderlich, aber es wird schon 😉

 

Von Platz 18, natürlich etwas von den BFD’s der Konkurrenz profitierend, starte ich dann in den vorletzten Tag der Meisterschaft, hoffentlich mit etwas besseren Wetterbedingungen.

 

Eure

Pia

 

Fotos @JonWest.Photography   und  @laser2020